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Sehenswertes


Jagdschloss und Schlosspark - heute Reha-Klinik

Die dichten Mischwälder, die Wolletz umgeben, hatten von je her wegen ihres Wildreichtums für Jäger große Bedeutung. Gutsbesitzer, der Adel und andere Herrschende nutzten das Privileg der Jagd in diesem Gebiet Brandenburgs.
1826 errichtete der damaligen Rittergutsbesitzer Ludwig von Rohr das erste Jagdschloss in Wolletz. Anton Martinek, ein Deutsch-Amerikaner, der 1936 das Gut samt Schloss erwarb, ersetzte das alte Jagdschloss durch einen Neubau. Auch der Schlosspark wurde umgestaltet und durch die Anpflanzung botanischer Raritäten aufgewertet. Mit Ausbruch des Krieges 1939 wurde die Bautätigkeit am Schloss eingestellt.
Nach 1945 gab es zunächst kein Konzept zur Nutzung des Gebäudes. Der damalige Staatssekretär für Staatssicherheit der DDR, Herr Zaiser, interessierte sich als Jäger für dieses Anwesen. Ab 1953 begann der zügige Ausbau des Jagdschlosses. E. Mielke, der 1957 Minister für Staatssicherheit der DDR wurde, setzte sich für die Erweiterung des Objektes ein. Nach der Fertigstellung unterhielt das Ministerium für Staatssicherheit auf dem Gelände des ehemaligen Jagdschlosses ein "Gästehaus" mit angrenzendem Jagdgebiet. Das Objekt wurde durch Wachmannschaften abgesichert.
Die gesamte Anlage hatte zum Ende der Ära Mielke im November 1989 einen Wert von rund 21 Millionen DDR-Mark.
Der damalige "Runde Tisch" in Angermünde beschloss, die Hinterlassenschaft des MfS zu einem Rehabilitationszentrum für Herz- und Kreislaufkranke umzuwandeln.
Am 01.02.1990 begann im ehemaligen Gästehaus des MfS die kardiologische Rehabilitation mit 23 Patienten. Die Einrichtung wurde von 1993 - 1994 saniert und erhielt einen Neubau (210 Plätze).
Mit der Eröffnung am 02. Mai 1994 fanden ca. 130 Arbeitnehmer einen neuen Arbeitsplatz.

Das Jagdschloss blieb in seiner ursprünglichen Architektur erhalten und wird heute als Verwaltungsgebäude mit Cafeteria genutzt. Der Park mit dem sehr alten Baumbestand, die schöne Uferzone des Wolletzsees und das Jagdschloss auf der Anhöhe verschmelzen für den Betrachter zu einem harmonischen Ganzen. Genießen sie den weiten Blick von der Terrasse der Cafeteria durch die Parklandschaft auf den See.
Schauen Sie sich im Schlosspark genauer um! Hier finden Sie auch Gehölze, die in unseren Breitengraden zu den ausgesprochenen Raritäten gehören. Dazu gehört eine Urform des Tulpenbaumes. Die in Nordamerika beheimatete Spezies Liriodendron tulipifera kann bis zu 30 m hoch und 300 Jahre alt werden. 
Die gelbe Blütenpracht der großen Baumkrone ist im Frühjahr ein überwältigender Anblick.


Gut Wolletz

Als das Rittergeschlecht von Greiffenberg verarmte, wurden große Teile des Dorfes und des Gutes Wolletz versteigert. Viele Jahre später und nach mehrfachem Wechsel der Besitzverhältnisse gelang es der Familie von Fronhöfer, den einheitlichen Besitz von Wolletz wieder herzustellen.
Zu Beginn des 19. Jh. erwarb die Familie von Rohr den Gutsbesitz Wolletz, den sie mehr als 100 Jahre bewirtschaftete. 1935 übernahm der Deutsch-Amerikaner Anton Martinek das Gut und begann umfangreiche Bauarbeiten, die er wegen des Kriegsbeginns nicht mehr weiterführte. Zur DDR-Zeit gehörten die Gebäude zum volkseigenen Gut und verfielen nach und nach.
Nach der Wende kaufte 1997 die Familie Fiege, Inhaber der Fiege Logistik GmbH, das Gut Wolletz.
Sie restaurierte die Gebäude des Gutshofes in der historischen Feldsteinbauweise und ersetzte das alte baufällige Gutshaus durch einen in der Architektur angepaßten Neubau.

Das Anwesen wird als privates Wohn- und Schulungsobjekt
genutzt und ist für Besucher nicht zugänglich!

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